Leer, 27.01.2019

THW Leer denkt über einen Neubau nach

Mehr als 100 Helferinnen und Helfer sowie geladene Gäste waren am Samstag zum Neujahrsempfang des THW-Ortsverbandes Leer gekommen. Die derzeitige Unterkunft an der Alemannenstraße ist für die 131 Helferinnen und Helfer mittlerweile viel zu klein geworden. So gibt es Überlegungen, nach Nüttermoor umzuziehen.

Leer – Der THW-Ortsverband Leer platzt aus allen Nähten. Da die Liegenschaft an der Alemannenstraße für die 131 Helferinnen und Helfer sowie für die Fahrzeuge mittlerweile viel zu klein geworden ist, gibt es Überlegungen für einen Neubau. Ein Hilfeleistungszentrum mit der geplanten Feuerwehrtechnischen Zentrale im Gewerbegebiet Nüttermoor sei eine Möglichkeit, sagte Stefan Sandstede, THW-Ortsbeauftragter in Leer, auf dem Neujahrsempfang seines Ortsverbandes.

Die Veranstaltung am Samstag fand bereits zum sechsten Mal statt – und diesmal nicht im Dorfgemeinschaftshaus in Bingum, sondern direkt im Ortsverband. Dort konnten sich die Gäste selbst ein Bild von den Räumlichkeiten machen. Mehr als 100 Helferinnen und Helfer sowie geladene Gäste aus der Politik – darunter die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele und die Leeraner Bürgermeisterin Beatrix Kuhl – sowie Gäste aus anderen Organisationen waren gekommen und hatten in den eng angeordneten Stuhlreihen Platz genommen.

In Nüttermoor würde dem Ortsverband sogar ein entsprechendes Grundstück zum Kauf in Aussicht gestellt werden, erklärte Sandstede. Ein Umzug käme in etwa fünf, sechs Jahren in Betracht. „Wir wissen natürlich, dass die Haushaltsmittel begrenzt sind“, sagte er im Hinblick auf eine neue Unterkunft. „Dennoch sind wir der Auffassung, dass es auch einmal an der Zeit ist, in die Ortsverbände zügiger zu investieren, die sich seit Jahren positiv entwickeln. Wir engagieren uns seit Jahren über das normale Maß hinaus und haben seit Langem eine positive Helferentwicklung“, sagte Sandstede. Das konnte Sabine Lackner, THW-Landesbeauftragte für Bremen und Niedersachsen, nur bestätigen: „Der Ortsverband in Leer ist einer der leistungsstärksten Ortsverbände im gesamten Landesverband.“

Im vergangenen Jahr leisteten die Helferinnen und Helfer des THW Leer mehr als 17 500 Dienststunden – das waren 3000 mehr als 2017. Allein 3200 Dienststunden leisteten die Einsatzkräfte beim Moorbrand in Meppen. „Damit war dieser Einsatz für meinen Ortsverband personal- und stundenintensiver als der Einsatz während des Elbe-Hochwassers im Jahr 2013“, erklärte Sandstede. Im September war der THW-Ortsverband für rund zweieinhalb Wochen in Meppen. „Gerade über diesen langen Zeitraum ist solch ein ehrenamtlicher Einsatz ein riesiger Kraftakt“, so Sandstede.

22 Einsätze hatte das THW Leer im vergangenen Jahr. So rückte es unter anderem zur Eigentumssicherung, zu Unwetter- und Beleuchtungseinsätzen aus.

Die Mitgliederzahl ist derweil stabil geblieben. Bei den aktiven Helferinnen und Helfern gab es im vergangenen Jahr immerhin vier Neuaufnahmen, acht Neue waren es bei der Jugend. „Es wird immer schwieriger, Neue für eine langfristige ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen. Wir benötigen noch mehr Unterstützung durch die Politik, um das Ehrenamt noch interessanter zu machen“, so Sandstede. „Wir werden und müssen auch in den kommenden Jahren weiter für uns und für unser THW werben, damit auch künftig genügend Menschen den Weg zu uns finden“, sagte Stefan Sandstede.


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